Wie alles begann.



Im Jahr 2008 hat Daria Chudjakowa das Tierheim von Svetlana entdeckt. Lesen Sie hier und in den anderen Berichten, wie es Svetlana und den Tieren über all die Jahre ergangen ist und was für Fortschritte wir dank den Spendern erzielen durften.
Svetlana
Die ältere Dame Svetlana Konovalova gehört eigentlich zu den Menschen, die noch während ihrer Lebenszeit ein Denkmal bekommen sollte. Doch leider wird sie von der heutigen Gesellschaft in Russland eher als ein Freak bezeichnet. Für uns und vor allem für die Tiere ist sie ein Engel... Früher hat Svetlana als Lehrerin gearbeitet, bis sie sich voll und ganz den hilfesuchenden Tieren annahm.
Jedes mal wenn sie ein leidendes Tier auf der Straße sieht, kann sie einfach nicht vorbei gehen und nimmt es liebevoll bei sich auf.
Aber nicht nur das. Viele Menschen in diesem kleinem Dörfchen in Mitten von Sibirien wissen von ihrem Tierheim und setzen einfach ihre ungewollten Tiere vor dem bereits überfüllten Heim aus.

Wie alles begann

Angefangen hat alles vor 20 Jahren, als diese intelligente, mitfühlende Frau noch in einer Zweizimmerwohnung in Mitten des kleinen Städtchens Abakan lebte. Das Ansehen leidender Tiere brachte sie auf eine Idee, ein kleines privates Tierheim zu eröffnen.
Also tauschte sie die Stadtwohnung für ein etwas größeres Holzhaus auf einem kleinen Grundstück, welches in dem in der Nähe gelegenen Dorf "Kalinino" liegt (genau da, wo früher die schrecklichen Hundekämpfe stattgefunden haben).
Ihr nächster Schritt war leicht und leider sehr angebotsreich. Svetlana nahm alle leidenden Tiere bei sich auf. Als Erstes kam der dreibeinige Hund aus dem Keller ihres vorherigen Wohnhauses, dann kamen die Blinden, die Verletzten und einfach die, die sie anschauten und weinten.
Svetlana hat viele schlimme Fälle erlebt. Dazu gehörte der Hund, der mit zusammengebundenen Beinen aus dem Auto rausgeschmissen wurde, Tiere mit abgehackten Pfoten oder halb erfrorene Hunde und Katzen, die im Winter nicht rechtzeitig einen Unterschlupf fanden. Die Temperaturen sinken im sibirischen Winter bis zu -45°.

Svetlana muss betteln gehen

Mittlererweile ist Spenden sammeln Svetlanas Alltag geworden. Mit dabei ist immer ein Hund, der ihr dabei hilft und ihr treu zur Seite steht. Über die zwanzig Jahre haben viele Hunde dabei geholfen, damit die Leute etwas Geld in die Spendebox werfen.
Mit den Tieren schlossen sich ihr auch Menschen an. So leben mit ihr seit 15 Jahren zwei Frauen, die ihr helfen diese vielen Tiere zu versorgen. Eine von ihnen hat aufgehört zu trinken, weil Svetlana ihr gezeigt hat, dass man sich auf das Menschliche konzentrieren sollte und nicht auf den Vodka.
Natürlich würde Svetlana an manchen Tagen am Liebsten alles hinschmeißen und zu einem normalen Leben zurückkehren, aber jedes mal wenn sie ein Tag nicht zu Hause sein kann , leidet sie und will zu so schnell wie möglich zurück zu ihren Tieren.

Man will Svetlana vertreiben

Man könnte davon ausgehen, dass sich an so einer zierlichen und zerbrechlichen Frau, mit einem starken Willen niemand stören würde. Doch leider fanden sich solche Leute und mit ihnen kamen sogar 6 Prozesse. Bei dem Ersten verlangte der Bürgermeister, die von Svetlana geführte Aktivität einzustellen und alle Tiere zu töten. Damals bat sie verzweifelt jede vorbeigehende Person, in ihrem Heft dagegen zu unterschreiben.

Svetlana findet Freunde

Aber mit den Problemen fanden sich auch Freunde, die sie unterstützten und es nicht zugelassen haben, dass Svetlanas Tiere getötet wurden.
Es gehören sogar Leute aus dem Fernsehen dazu, die über sie einen Film gedreht und diesen auf dem städtischen Kanal veröffentlicht haben. Eine Mitarbeiterin half Svetlana ihr Haus auf ihren eigenen Namen zu privatisieren, als die Beamten es ihr damals einfach wegnehmen wollten.. Es sind Menschen wie Architekten, Mitarbeiter des Ekologie -Zentrums "Hakassiens", die Tierärztin die kostenlos zahlreiche Operationen an ihren Tieren durchgeführt hat, der Papst, Schüler und viele mehr.
Svetlana bekam sogar eine Anerkennung von dem staatlichen Künstlerverband, für die Arbeit, die sie in der Gemeinde leistet.
Außerdem kennt ihr Tierheim jeder und es kommen (zwar ganz selten) Leute zu ihr, die ein Hund oder eine Katze bei sich aufnehmen möchten.

Darias erster Besuch im Tierheim

2008 besuchte Daria Chudjakowa ihre Oma, die in Sibirien lebt und hat Svetlana auf der Strasse beim Betteln entdeckt. Daria hat sich mit ihr unterhalten und Svetlana gefragt, ob sie sich das Tierheim mal ansehen dürfe. (All diese Bilder stammen von damals!)
Kommentar Daria: "ich fuhr hin, um mir eine genaue Vorstellung der Situation in dem Tierheim zu erschaffen. Angekommen bin ich mit mehren Packungen von Hundetrockenfutter, dazu noch paar Tüten Fleischreste von dem Bazar. Svetlana bedankte sich schüchtern und hat mir alles abgenommen. Sie gab mir am Ende des Besuches ein kleines, von ihr veröffentlichtes Kinderbuch Namens "Lebendige Wärme" (mit Tiergeschichten), in dem ich ihr Kommentar fand:
"Liebe Daria, ich danke dir für deine Hilfe, aber sei mir nicht böse wenn ich nicht schweigen kann. Momentan brauchen wir kein Trockenfutter, wir brauchen als erstes viele kg von dem billigsten Brei, weil wir zu viele Tiere haben die verhungern und wir können uns den Luxus nicht leisten. Dann brauchen wir Kohle! Es gibt nicht genug und viele Hunde erfrieren einfach"
Dann ging ich rein und das Erste, was ich dort gesehen habe war ein auf dem Ofen gelegener, toter Hund. Svetlana sagte mir, dass sie ihn nicht mehr retten konnte und er vor ein paar Tagen gestorben war (kein Wunder bei diesen Temperaturen). Alles andere sah auch sehr schlimm aus. In jeder Ecke hat man pures Elend gesehen, vor allem der Zustand der Hunde besorgte mich. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, warum es damals nicht schon lange zu einer Epidemie gekommen ist.
Alle ihre Hunde fand Svetlana leidend auf der Strasse und für die medizinische Versorgung war einfach kein Geld vorhanden. Die Hunde, die einen starken Willen zum Leben gehabt haben schafften es, andere starben. Nach dem ich dort drin gewesen war, brauchte ich eine Woche, um wieder zu mir zu kommen.

Svetlana möchte auch die Menschen sensibilisieren

Svetlana ist überzeugt, dass sie nicht nur was Gutes für die Tiere tut, sondern auch für die Menschen. Die Menschen müssen sehen, dass man die Schwachen in dieser Welt beschützen sollte, dass man nur mit Liebe etwas erreichen kann und dass die Gewalt in dieser Welt kein Platz hat!
Immer mehr Kinder unterstützen sie, schreiben Berichte und stoppen an ihrer Spendenbox. Aber ihren Tieren geht es trotzdem sehr schlecht und sie brauchen jegliche Unterstützung!
Ausser ein paar Rubel in ihrer Spendenbox, erhält Svetlana KEINE finanzielle Unterstützung für ihre Tiere.

AN DIESER STELLE MÖCHTEN WIR ALLE, DIE EIN GUTES HERZ HABEN BITTEN, FÜR SVETLANA UND IHRE TIERE ZU SPENDEN!!!
DAS TIERHEIM VON SVETLANA KONOVALOWA MIT AKTUELL CA. 300 HUNDEN UND 50 KATZEN STIRBT SONST AUS. UND EINE ALTE RENTNERIN MIT KNAPP 150 EURO RENTE PRO MONAT SCHAFFT ES NICHT, DIE VIELEN HUNDE UND KATZEN ZU VERSORGEN.

Das sibirische Tierheim ....



.... von Svetlana Konovalova www.dasletztesiebteleben.com Auf dieses Tierheim bin ich nur durch Zufall aufmerksam geworden - beim Stöbern im Netz! Ich war so beeindruckt von der älteren Dame und ihrem Einsatz für die Tiere, daß ich dieses Tierheim einfach unterstützen möchte.
Svetlana Konovalova kämpft seit über 20 Jahren unter härtesten Bedingungen für die Tiere in Abakan in Sibirien. Bei Wind und Wetter steht sie mit ihrem Infostand auf der Straße, um Spenden zu sammeln, sie baut und repariert eigenhändig Öfen für die Tiere - der sibirische Winter ist streng und fordert immer wieder Opfer.
Es fehlt an Allem, doch am Dringendsten braucht Svetlana Geld. Geld für Futter, für Kohle, um die Öfen zu beheizen, Geld für medizinische Versorgung und Kastration der Tiere.
Natürlich wären auch Sachspenden willkommen, doch der Weg nach Abakan in Russland ist weit und ein Transport zu teuer.
Deshalb hier meine ganz persönliche und dringende Bitte an alle Transportunternehmen, Fahrer oder freiwillige Helfer: Wer fährt ab und zu nach Sibirien und könnte evtl. unsere Spenden dort abliefern???
Wer möchte helfen? Bitte nehmen Sie Kontakt auf unter nadowo@googlemail.com oder auf der Seite dasletztesiebteleben
Die Tiere sagen: DANKE!!!

Der Winter kommt. Svetlana ist verzweifelt.. Bitte helft....



Die Svetlana schreibt, dass sie jetzt kurz vor dem Winter überfordert ist. Man schmeisst nicht gebrauchte Welpen vor dem Tierheim raus und bevor sie die Kleinen eingesammelt hat, greifen die grösseren Hunde von ihr die Kleinen an. Sie weiss nicht wo zu erst anpacken bei all der Arbeit. Alle Mitarbeiter die sie einstellt, verschwinden wieder nach einiger Zeit. Zu viel Aufwand, zu wenig Verdienst. Und dann machen sie es nicht mal richtig.
Wenn die Svetlana ihren Check durch das Tierheim macht, ist das Wasser oft schmutzig und nicht gewechselt. Manchmal vergessen die auch Futter zu geben. Sie hat jetzt einen neuen Mitarbeiter, der seine Arbeit zwar gut macht, aber auch gemerkt hat wie hoffnungslos die Situation im Tierheim ist. Daraufhin hat er gesagt: "Ich mache die Arbeit gut wie bisher, wenn sie meinen Verdienst von 400 Rubel pro Tag auf 1000 erhöhen." Das sind 24 Euro pro Tag, mit unseren Spendengeldern kaum zu decken. Es werden Haustiere wie Pekinesen, Terrier, französische Bulldogge abgegeben. Alle vermissen ihre Besitzer, verweigern vor Kummer das Essen. Was haben sich diese Menschen nur gedacht, als sie sich die Tiere angeschafft haben?
Und wozu züchtet man Rassentiere in dem Land, wenn um die Ecke ein Strassenhund verhungert, oder unter schlimmsten Qualen an Vergiftungen sterben muss ....
Wie viel können wir Menschen diesen Tieren noch antun? Vor kurzem schrieb die Svetlana eine SMS : "Ich habe die Menschen verflucht." Das einzige Gute ist, dass trotz der Traurigkeit in der Seele nicht aufgibt, Das ganze Geld, dass gespendet wird, wird zielstrebig eingesetzt. Und ich setze mich wieder an den Computer um es an euch weiter zu leiten. Aufgeben können wir nicht. Wir haben ein Beispiel vor Augen "DIE TIERE", diese Geschöpfe, welche leider und trauriger Weise überleben. lehren uns weiter zu machen und nicht aufzugeben.
Was dringend gebraucht wird: Wir bräuchten dringend noch ein zusätzliches Katzen-Haus, weil die Welpen bereits jetzt, wo die Kälte schon eingebrochen ist, wieder bei den Katzen einziehen müssen. Die traurige Nachricht ist, dass die Katzenbabys leider nie überleben :( Sie müssten in einem separaten Haus gehalten werden, getrennt von grossen Katzen, die sie immer wieder mit anderen Krankheiten anstecken und getrennt von den Hunden von denen sie entweder erdrückt werden oder vor Stress sterben. Kostenpunkt für so einen Katzenhaus von 40 m2 wäre um die 5000 Euro. Immer noch muss das alte Grundstück fertig gereinigt werden.
Die letzte Reinigung hat für den Verkauf nicht ausgereicht. Kostenpunkt: 1228 Euro. Öfen für die Winterheizung und Bezahlung von Arbeitern um 1300 Euro. Es nimmt kein Ende. Die grausame Zeit steht noch bevor und breits jetzt ist es sehr angespannt. Bitte helft uns, damit wir Svetlana helfen und unterstützen können.
'''Spendenkonto Schweiz'''
Postfinance Schweiz. Mensch-Tier-Spirits-Helvetia
Kontonummer: 60-599879-2
IBAN: CH50 0900 0000 6059 9879 2
BIC: POFICHBEXXX
Vermerk: Svetlana

'''Spendenkonto Deutschland'''
Postbank, Mensch-Tier-Spirits-Helvetia, Martina Karl
Kontonummer: 964 661 602
Bankleitzahl: 500 100 60
IBAN: DE21 5001 0060 0964 6616 02
BIC: PBNKDEFF
Vermerk: Svetlana
PayPal: martina@mensch-tier-spirits-helvetia.org
Im Namen von Svetlana danke ich von ganzem Herzen

Ein paar gute Nachrichten



Die Waschmaschine sowie der Kühlschrank und 2 Gefrierschränke sind bereits angeschafft und Svetlana kann und darf mit ihren 64 Jahren zum 1. Mal diese für uns gar nicht mehr wegzudenkenden Geräte haben! Herzlichen DANK an unsere tollen SPENDER! Svetlana hat darum gebeten, Gefriertruhen statt einem Trockner kaufen zu dürfen, sie wären wichtiger und hilfreicher. Diesen Wunsch wollten wir gerne erfüllen. Der Bau des Katzenhauses beginnt sobald die Temperaturen es zulassen, wir werden dann sofort berichten.
Selbstverständlich ziehen laufend neue Notfellnäschen ein und Svetlana ist auch nachts immer bemüht, nach ihnen Ausschau zu halten. Sie wären innerhalb kürzester Zeit erfroren.
Hilfe per Paket kommt an, die Freude ist auf beiden Seiten gross darüber.
Wir freuen uns daher immer über lebensnotwendige Sachspenden wie: Welpen-/Kittenmilchpulver, Vitaminpasten, Transportkennels, hochwertiges Verbandsmaterial, Veterinärmedikamente, sowie leichte kleinere Deckchen, Geschirrchen und Leinen ab mittlerer Grösse sowie Mikrochips!
Unsere Svetlana wird dieses Jahr 65. Sie beherbergt momentan ca 350 Hunde und 90 Katzen. Die meisten Helfer kommen stundenweise genau so lange, bis sie die ersten Rubel erhalten haben, dann werden sie nicht mehr gesehen. Ein einziger Mann ist seit vielen Monaten verlässlich und mit viel Eigeninitiative an Svetlanas Seite so oft er kann. Wir alle wünschen uns, dass es auch in Zukunft so bleibt und er ein Teil des Tierheims werden kann. Allerdings braucht er für seine Familie und sich auch ein Existenzminimum. Aus diesem Grunde bitten wir diesmal um Spenden/Dauerpatenschaften egal in welcher Höhe, um ihn für ca 600€ monatlich dauerhaft beschäftigen zu können! ES IST SOOOOOO WICHTIG - ohne zuverlässige Hilfe kann Svetlana das alles nicht schaffen! Bitte - helft alle mit....

Neues von Svetlana vom 09.10.2013



Liebe Tierfreunde,
neue Bilder aus Svetlanas Tierheim sind angekommen. Man kann jetzt schon feststellen, dass das Wetter langsam härter wird. Es regnet viel, und der Wind wird kälter und stärker. Doch auch Svetlanas Stimme am Telefon ist nicht mehr so fröhlich wie im Sommer, wenn wir kommen. Und wir denken da immer, mein Gott wie kann man in Solchen Bedingungen leben.
Schon jetzt berichtet die Svetlana von ganz schlimmen Dingen, dabei hat das wirklich harte Winter noch nicht eingebrochen.
Egal, wie viel ich baue, und baue, die Stimmung der Tiere wegen dem Platzmangel im Tierheim wird nicht besser. Vor allem die kleineren, sanfteren Wesen, wie abgegebene Rassentiere leiden darunter. Vor kurzem wurde der Kleine Pekinesse Dima, der im Sommer aus einem Auto vor dem Tierheim rausgeschmissen wiurde, von den grossen erdruckt. Die rothaarige Hündin die letztes Jahr nach Deutschland ausfliegen sollte, und es dann nicht geschah, weil sie Babys eine Woche vor dem Flug gekriegt hatte. Auch sie würde von den grossen zum Tode gebissen, so wie ihr Sohn auch."
"Vor kurzem attakierte ein Pincher im Katzenhaus einen schwarzen Kater, der Kater ist gestorben. Doch wohin mit dem Pincher, wir haben keine freien Zwinger"
"Noch vor meiner Lebenszeit, und ich bin bereits 67 möchte ich dieses Tierheim auf die Beine stellen. Denn in solchen Bedingungen in welchen ich zur Zeit lebe und auch die Tiere, wird hier keiner einziehen. Mir selber ist es schon egal, mein ganzes Leben war so. Doch dieses Elend zu sehen, und auch keinen geiegneten Raum zu leben zu haben. Das wird ohne mich keiner machen. Ich würde so gerne alles für meine Arbeiterin Tanja bereit machen. Wir hatten schlechte und gute Zeiten mit ihr. Doch ich weiss das sie die Tier von ganzem Herzen liebt."
Wie die meisten von euch schon mitbekommen haben, waren in der letzten Zeit Hunde aus dem Tierheim, über die Nacht gestohlen worden. Zu erst wollte ich es gar nicht glauben, doch dann schrieb die Svetlana, das ein Hund, der eigentlich für die Ausreise in sein besseres Leben bereit war, aus seinem Gehege verschwunden ist. Auch andere Hunde, konnte sie in deren Zwingern nicht mehr auffinden. Sie hat nun die Spenden in eine Beleuchtung im Tierheim eingesetzt, welche über die Nacht das ganze Gelände arbeitet. So können sie wenigstens Überblick haben, was gerade passiert. Sie sagte auch, das seit dem sie schon zwei Ständer aufgestellt hat, das schlimme Gebell von den Hunden in der Nacht aufgehört hat.
Der Jurij Kistanov (ein reicher, wichtiger Mann in Russland) hat seine Versprechung eingehalten und spendierte eine Lieferung Holz für das Katzenhaus. Es wird aber nur langsam gebaut, weil man jetzt plötzlich die Arbeit, durch das Aufstellen von den Elektrizitätsständer unterbrochen hat.
Ansonsten sieht es momentan etwas düster aus was die Versorgung des Tierheims angeht.
Momentan sind also dringend, folgende Sachen gebraucht:
Futter pro Monat = 3500 Euro
Heizkohle für 1 Woche! = 145 Euro
Svetlana benötigt für die 10 Öfen pro Monat 12 Tonnen Kohle, damit sie sie durchheizen kann! Wahrscheinlich hat sie jetzt noch mehr Öfen..! Die 145 Euro sind für 10 Öfen berechnet
1 Arbeiter pro Woche = 167 Euro (Ein Arbeiter verlangt von ihr am Tag 1000 Rubel. Das sind umgerechnet 24 Euro)
Soweit der Bericht von Daria.

Es wird wieder kalt (2014)



Liebe Tierfreunde,
hier wieder Mal ein kurzes Bericht aus dem sibirischen Tierheim von Svetlana Konowalowa.
Nun die Temperaturenliegen zur Zeit bereits bei -10 Grad, der Schnee hat schon längst den ganzen Boden bedeckt, schlimmer ist es aber das die Temperaturen so schnell in verschiedene Richtungen innerhalb sehr kurzer Zeit schwanken. So das es zu einem Schock für den Hundekörper wird. Die Svetlan hat aber bereits alle Hütten im Aussen Zwinger mit Heu ausgestattet, aus ihrer Erfahrung ist es die beste und günstigste Unterlage für die Tiere.
Schon wieder war sie mit der Arbeit ihrer Arbeiter nicht zufrieden, vor kurzem hat sie aber wieder zwei neue Paare eingestellt mit welchen sie mehr oder weniger zufriden ist. Die Männer kümmern sich um die Hunde die Frauen um die Katzen und um die schwachen Tiere.
Ein alter Schäferhund so wie drei sehr kleine Hunde wurden vor kurzem wieder ins Tierheim abgegeben. Es gibt aber ein paar erfreuliche Nachrichten. Insgesamt kamen vor kurzem wieder drei Hunde und 5 Katzen in ein richtig schönes zu Hause nach Europa.
Zur Zeit ist das Tierheim auf eine sehr grosse Lieferung von Kohle angewiesen, die restliche Kohle geht schon bald zu Ende.
Die Svetlana hat immer noch Schulden für die Arbeit, so wie für Kastrationen abzugleichen. Aber auch insgesamt mit den alten Tieren und den neuen die über den Sommer abgegeben wurden, müssen Kastrationen für Ca. 45 Hunde finanziert werden.
Mit freundlichen Grüssen, Daria Chudjakowa.

Neues von Svetlana 2014



Unsere lieben Tierfreunde,
lange haben wir kein Bildmaterial mehr von der Svetlana gehabt, doch nun sind die Neuigkeiten da! Ich muss gleich sagen das die Welt sich zum besseren ändert, denn in Dezember über die Weihnachtszeit mussten wir feststellen das viele Menschen sich nicht nur um eigene Weinachten kummerten, sondern auch sich entschließen den "Verlassenen" Tieren am anderen Ende der Welt zu helfen. Manche sagten den typischen Beschenk-Ritual ganz ab und haben sich entschlossen uns zu helfen. In solchen Momenten blüht unserer Herz auf, und wir sind nur froh, das es solche Menschen wie euch gibt!
Zu der gleichen Zeit kämpft die Svetlana am anderen Ende der Welt für ihre Tiere. Ich bin froh das die Fotos schon viel weniger erschreckend sind als die Jahre zu vor. Natürlich sterben immer wieder Tiere, doch nicht in solchen erschreckenden Dimensionen wie in den vergangenen Jahren als wir gerade noch versuchten das Tierheim auf die Beine zu stellen. Und wie immer ist dem Elend in Sibirien kein Ende gesetzt, es werden immer wieder Boxen mit Welpen abgegeben, aber auch Rassentiere werden aus den fahrenden Autos neben dem Tierheim rausgeschmissen.
Wir kämpfen einfach weiter, bauen so bald das Geld reicht, bestellen Futter wenn es knapp ausgegangen ist und die neuen Spenden gerade noch rechtzeitig ankommen. Und manchmal geschehen kleine Wunder, wie zum Beispiel dieses Weinachten an denen die Tierhilfe Bluemoon uns für die Waschmaschine, Trockener und Kühlschrank gesammelt hat, damit wir endlich den Strom, das nach 2 Jährigen Kampf ins Tierheim verlängert wurde ausnutzen können. Und unserer Omi Svetlana mit 64 Jahren die erste Waschmaschine kaufen können.
Ich danke von ganzem Herzen an alle Beteiligten die in unserer Gruppe 2012 so fleißig anpacken, und hoffe ihr last uns auch im neuen Jahr nicht im Stich, denn jeder einzelner Mensch auch wenn es nur eine kleine Tat ist kann am Ende mit gemeinsamen Kräften von allen so viel bewirken!
Daria C.

Neues von Svetlana (2015)



>Liebe Tierfreunde,
lange haben wir uns bei euch nicht gemeldet. Nicht aus dem Grund weil es unserem sibirischen Tierheim viel zu gut geht, sondern weil wir, seitdem wir endlich eine Erlaubnis gekriegt haben Tiere aus dem Ausland ausreisen zu dürfen, uns zur Aufgabe gemacht haben, das Tierheim von Svetlana ein wenig zu entlasten. Denn ein Tierheim macht nur dann Sinn, wenn Tiere die rein gebracht werden auch irgendwann ein warmes Plätzchen in einem richtigem Zuhause finden. Doch leider bekommen die meisten Tiere, die in das Tierheim zur Svetlana kommen nie diese Chance und bleiben bis zum Tod in diesen Wänden, ohne irgendwann den richtigen Anteil der Menschenzuwendung zu bekommen.
Nun wir sind stolz zu erzählen, dass im letzten Monat 18 Katzen und 2 Hunde nach Deutschland gereist sind und auf verschiedenen Pflegestellen und Endplätzen untergebracht waren. Diese armen, vom Schicksal gezeichneten Tiere, sitzen zuerst mit ganz traurigen Blicken für 15 Stunden in den Boxen, bis sie endlich auf ihren Plätzen ankommen. Sie erwarten nichts mehr gutes von den Menschen, bis sie endlich eine ausreichende Ernährung bekommen und die Zuwendung und Liebe von den Menschen, die sie noch nie gehabt haben. Nach zwei Wochen sind es bereits ganz andere Tiere mit leuchtenden Augen, die sich plötzlich für das Leben interessieren. Es ist so schön zu sehen, wie dankbar diese wundervollen Wesen sind.
Doch leider gibt es noch den anderen grossen Anteil, der auf unsere Hilfe vor Ort wartet. Nach dem Winter sind alle Tiere sehr schwach geworden. Viele sind sehr krankheitsanfällig und sehr viele sterben. Während ich mich hier um die Pfleglinge von Svetlana kümmerte, bekam ich fast jeden Tag eine verzweifelte SMS von Svetlana, dass wieder ein Hund gestorben ist.
Leider werden auch unsere Spendenbalken nur langsam gefüllt, bitte beachten sie unsere Spendenaufrufe.
Schon bald wird es wärmer in Sibirien. Danach könnte man wieder mit dem Bauen der benötigten Zwinger anfangen, sowie weitere Tiere kastrieren lassen, die über den Winter Zuflucht bei Svetlana gefunden haben. Für den Kastrationsraum ist über den Sommer das neue Katzenhaus gedacht. Dort sind die Räume noch sehr steril und geräumig. Die Tiere können sich in Ruhe und in einer sauberen Umgebung gut erholen. Allerdings muss das Katzenhaus erstmals fertig gebaut werden.
Alles Liebe und danke für Ihre wertvolle Unterstützung
Daria

Svetlana erzählt



Liebe Tierfreunde,
das Tierheim steht in der letzten Zeit schwere Zeiten durch, zu erst kommt der Brand und jetzt werden auch noch sehr viele Hunde krank und sterben. Die Svetlana kämpft mit allen diesen Problemen fast alleine, und schreibt trotzdem eine Geschichte die sie uns gerne erzählen würde. "Mag dieser Kelch an uns vorübergehen oder Geschichten der Engel auf Erden." Erste Geschichte.

"Mucha"

Im Stadtzentrum wurde auf Straßenhunde geschossen. Eine stillende Hündin und ihre fünf Welpen wurden erschossen und das sechste, das allerkleinste Welpenmädchen, war durch die Muttermilch so satt, dass es ganz fest in einem Grübchen am Baum einschlief und nichts davon mitbekam. Es hatte dieselbe Farbe wie die Erde und man entdeckte es nicht. Am Abend wurde die Kleine wach, bekam Angst und lief los, um seine Mutter zu suchen. Als die Kräfte sie verließen, blieb sie auf dem Bürgersteig liegen. Gegenüber von ihr befand sich eine Kellertür. Nur eine ältere Dame bemerkte sie, sie kam gerade hinaus, um etwas frische Luft zu schnappen. "Was willst du eigentlich hier bei uns?" sagte sie, schaute die Kleine noch mal an, winkte kurz mit der Hand und eilte wieder zurück nach Hause.
Das Welpenmädchen winselte nicht mal - es war gewohnt, einiges zu ertragen und zu warten. Plötzlich ging die Kellertür auf und trotz der späten Stunde kam ein Mann daraus, warf die Essensreste auf den Rasen, sperrte dann die Tür zu und ging weg. Diese Kellertür war die Tür zur Tischlerei und der Mann, der dort rauskam, war Tischler Ljoscha. Er verspätete sich heute etwas, da er noch einen Auftrag zu erledigen hatte. Das Welpenmädchen wartete, bis der Tischler verschwand und erst dann zog es unauffällig zu den Essensresten auf dem Rasen hinüber. Und so wurde es üblich, dass die Essensreste jeden Tag auf dem Rasen landeten, und die Kleine wartete geduldig im Busch darauf. In diesem Busch schlief es auch und verbrachte dort auch sonst seine ganze Zeit. Es unterschied sich in seiner Farbe nicht von der Erde und die Erwachsenen nahmen es nicht wahr. Nur die Kinder sahen es, aber man erlaubte es ihnen nicht, dem Hund näher zu kommen.
Als der erste Schnee fiel, sah man das Welpenmädchen plötzlich sehr deutlich. Sein Platz im Busch lag wie auf dem Präsentierteller und dann geschah ein Ereignis, welches das Hundeleben völlig veränderte. An diesem Tag war es kalt und windig; das Welpenmädchen lag in seinem Grübchen und wartete auf die Essensreste. Aber überraschend kam Ljoscha mit einem Napf voller Suppe und winkte die Kleine zur offenen Tür. Und das kleine Welpenmädchen ging dem Duft der Suppe hinterher. Noch nie probierte es eine Suppe. Aber die Freude begann erst noch. Das Welpenmädchen fraß seine Suppe, danach streichelte Ljoscha über seinen Kopf und Rücken und sagte: "Na, Mucha, so kann das Leben weiter gehen." Durch die Wärme in der Tischlerei übermannte sie der Schlaf und Mucha schlief so tief ein, wie sie nur nach der Muttermilch schlafen konnte. Und auch wenn abends Ljoscha sie wieder auf die Straße setzte, weil die Tischler nach dem Arbeitstag nach Hause gehen mussten, legte sich das kleine Welpenmädchen bestens gelaunt in sein Grübchen - es hatte jetzt einen Namen und einen Platz zum Aufwärmen. So verging der gesamte Winter: nachts alleine in der Kälte, aber tagsüber zusammen mit Ljoscha in der warmen Tischlerei. Es hat sich dort unfassbar gut gefühlt - man macht die Augen auf, schaut lange Ljoscha zu, wie er arbeitet und hin und her läuft und dann kehrt Frieden in die Hundeseele ein, die Augen fallen zu und man schläft weiter.
Die anderen beiden Tischler, etwas älter als Ljoscha, taten Mucha nichts Böses, aber gestreichelt wurde sie nur von Ljoscha. So wuchs sie auf, nicht mit Zärtlichkeiten überhäuft, nicht verwöhnt, einfach nur eine gewöhnliche Hofhündin in der Farbe der Erde. Ihre Schnauze war zierlich und schmal, man konnte vermuten, dass es bei den Vorfahren königliche Jagdhunde gegeben haben muss; Ohren waren groß und stehend, wie bei einem Schäferhund, die Augen dunkel und klug und man hatte das Gefühl, als ob man in diesen Augen eine Frage sehen würde ... Im Frühling wurde Mucha groß und als zusammen mit den ersten warmen Sonnenstrahlen ihre Läufigkeit kam, ließ sie sich die ganze Woche in der Tischlerei nicht blicken, da sie unterwegs mit den anderen Hunden war. Irgendwann kehrte sie fröhlich in die Tischlerei zurück, legte sich auf ihr Platz und schlief fest ein.

Und alles wurde wie früher.

Nach zwei Monaten ging Mucha zur Garagenanlage, um dort ihre Welpen zu bekommen. Drei Tage kam sie nicht raus, danach kam sie mit den hängenden und leeren Zitzen, um etwas zum Fressen zu bekommen. Jetzt verhielt sie sich auch anders. Sie wedelte vermehrt mit dem Schwanz, fraß alles, was man ihr gab, danach legte sie sich kurz auf die Späne, eher aus Höflichkeit als aus Not und keiner merkte, wie still und unauffällig sie wieder verschwand.
Neben der Garagenanlage, wo Mucha sich mit ihren Welpen versteckte, führte ein Gehpfad und hin und wieder liefen dort Menschen vorbei. Am Widerlichsten waren ihre Einkaufstaschen. Mucha versuchte mit ihrem eigenen Körper ihre neun winzigen Welpen, die auch eine Farbe wie die Erde hatten und allesamt wie ihre Abbilder waren, zu schützen.
Mucha's Welpen waren schon zwei Wochen alt, als das Unglück geschah. Eine der Einkaufstaschen, die Mucha ständig vor ihrem Schlupfloch sah, war besonders abstoßend. Der Hund krallte sich an dieser Tasche fest. Man kann es nicht in die Worte fassen, was danach geschah: Geschrei, Gegröle, zig Menschen haben sich versammelt.
Mucha versteckte sich, aber die angefallene Frau mit der Tasche schrie immer weiter. Menschen, die sich wegen des Lärmes versammelten, fühlten mit ihr mit und einige versuchten einen Blick in das Schlupfloch unter der Garagenanlage zu werfen, woher man ein verhaltenes Geknurre hörte.
Die betroffene Frau rief die städtische Stelle an, die für die Vernichtung der Straßentiere zuständig ist, es gab ja solche in der Stadt. Danach beschloss man zusammen, dass es nicht genug sei und riefen auch das Fernsehen dazu: ".... möge das Fernsehen einen Bericht darüber machen und zeigen, was in der Stadt los ist und wie die Hunde Menschen anfallen. Und wenn man ganz ehrlich sein soll, müssen solche Hunde auf der Stelle erschossen werden!"
Am nächsten Tag in der Früh kamen Fernsehreporter. Aus der Menge der Schaulustigen lud man einige ein, um den Hund für die Dreharbeiten zu provozieren. Solche Personen fanden sich sehr schnell, sie wurden von den anderen angefeuert. Mucha sprang aus seinem Versteck raus, biss jemanden ins Hosenbein und versteckte sich wieder im Schlupfloch unter der Garagenanlage. Das Gebell wurde aufgenommen, daraus entstand eine Reportage.
Abends zeigte man die Reportage im städtischen Fernsehen und am nächsten Morgen nahmen Dinge ihren Lauf: es kam das sogenannte "Schießkommando" der zuständigen städtischen Einrichtung. Laut neuem Erlass schoss man ausschließlich mit vergifteten Bolzen.
Mucha wurde mit einem Stock aus ihrem Schlupfloch unter der Garagenanlage hinaus gejagt, drei Bolzen bohrten sich in den Hund und die völlig verstörte Mucha stürzte sich quer durch den Hof in die Tischlerei. Das "Schießkommando" rannte ihr hinterher. Alle Tischler kamen aus ihrer Tischlerei auf die Straße. Der Hund quetschte sich in die hinterste Ecke. In völliger Verständnislosigkeit des Geschehens rannte der Hund von einer Ecke zur anderen.
Wie viele Schüsse abgegeben wurden, hat man nicht gezählt. Bolzen flogen einer nach dem anderen. Späne und Boden waren voller Blut. Schließlich schwankte Mucha und fiel hin. Zwei vom "Schießkommando" trugen sie hinaus und warfen sie in den Laderaum ihres speziell ausgerüsteten Autos.
Ganz still gingen die Tischler in ihre Tischlerei zurück und keiner verlor ein Wort, während sie die blutigen Späne auf dem Boden zusammen kehrten und das Blut wegwischten.
Aber noch war diese Geschichte nicht zu Ende.
Mucha kehrte in acht Tagen zurück, wie ein Gespenst, besser gesagt wie ein Skelett, nur mit Haut überzogen. Sie schleppte sich gerade so voran. Zuerst schaute sie in ihr Schlupfloch unter der Garagenanlage - dort gab es nichts mehr. Sie blieb noch kurz stehen, schaute suchend nach etwas und ging dann in die Tischlerei. Die Männer freuten sich sehr. Sie bekam nur das Beste zum Fressen, aber sie fraß ganz wenig und Ljoscha streichelte dabei die ganze Zeit ihren Kopf. Und auch die anderen älteren Tischler streichelten sie und allen fiel ein Stein vom Herzen. Sie nahm all dies wie etwas Selbstverständliches an, oder vielleicht war ihr das alles auch ganz gleichgültig. Sie beugte ihren zierlichen Kopf mit großen Ohren und es sah so aus, als ob sie die ganze Zeit noch auf etwas warten würde.
Nach ein paar Tagen wurde Mucha wieder von der Frau mir der abstoßenden Einkaufstasche gesehen; diese informierte wieder die für die Vernichtung der Straßentiere zuständige städtische Einrichtung.
Die Angst saß den Menschen im Nacken. "Dieser Hund ist eine Gefahr für uns alle, früher oder später wird er jemanden totbeißen", sagten die einen, "Hier laufen überall Kinder rum", - sagten die anderen. Als Antwort auf den Antrag der Bürger kam letztendlich der Befehl, diesen Hund zu vernichten.
Am späten Abend kamen wieder zwei mit den Bolzen. Sie legten sich auf die Lauer. Mucha verschwand still und unsichtbar. Sie hatte doch die Farbe wie die Erde - wie sollte man sie im Auge behalten? Ein Schatten schoss hinter der Garagenanlage, das "Schießkommando" merke nicht mal was.
Ljoscha traf Mucha noch einmal fünf Häuserblöcke von seiner Tischlerei entfernt, sie stöberte in einem Müllhaufen herum, suchte nach Fressen. Er rief ihr zu: "Mucha!", sie hob ihren Kopf zu ihm, wedelte kurz mit dem Schwanz. Sie erkannte ihren Namen und auch Ljoscha. Aber mehr auch nicht. Es war alles still und friedlich in ihr, sie schaute nochmals Ljoscha an und ging fort, als ob sie verstehen würde, dass ihre Zeit auf dem Müllhaufen zu Ende war und sie jetzt wirklich gehen muss. Sie verschwand wie immer sehr einfach - ihre Farbe verschmolz mit der Farbe der Erde. Sie hatte keinen Namen mehr und auch keinen Ort, zu dem sie gehören würde. Jetzt lief Mucha ohne Eile dorthin, wohin ihre Mutter, ihre Brüder und Schwestern gegangen waren. Die Frage in ihren Augen war erloschen.
Und das war gut so.
Man traf sie nie mehr.
Diese Geschichte erfuhr ich direkt von Tischler Ljoscha. Zu meinen Hunden in Kalinino brachte er drei Welpen von Mucha, die anderen wurden von den weiteren Menschen aufgenommen. Die drei, die wir hatten, sind groß geworden und wir gaben sie in gute Hände. Es sind ganz feine Kerle geworden, stinkgewöhnliche Hofhunde eben.
Die erste Geschichte widme ich Martina und Nika.
In Liebe, Svetlana Konovalova.

Weihnachten in Sibirien 2012



Auch dieses Jahr möchten wir wieder für die armen Seelen in dem Tierheim von Svetlana in Sibirien Nasen leuchten lassen.
Das Tierheim kämpft nun wieder ums Überleben, da der Winter einzug hält und die Temperaturen auf bis -45° gehen werden.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr wieder mit einer Spende von 5,- Euro eine Nase für eines der Tierchen blinken lassen würdet.
Natürlich haben hier nur einige der Tierheimbewohner Model gestanden denn es sind derzeit ca. 280 Hunde und 35 Katzen , die bei Svetlana Hilfe gefunden haben. Es sind Tiere die entsorgt wurden, auf die Straße gesetzt, zum sterben.
Bitte gebt bei dem Verwendungszweck an für welches der Tierchen Ihr spendet.
Die Fellchenhilfe hat schon mit einer Leuchtenase den Anfang gemacht.
Die Bankverbindung lautet:
Andreas Glaubitz
Comdirect Bank AG
Kontonummer: 400 332 300
Bankleitzahl: 200 411 55

Neues von Svetlana - 20.01.2016



Liebe Tierfreunde, es ist wieder an der Zeit etwas über Svetlanas Tierheim zu berichten. Zur Zeit herrschen dort wilde Temperaturen von -30 bis -40 Grad. Die Svetlana hat es auch selber getroffen sie war zwei Wochen krank und konnte sich kaum an den Beinen halten. Vor kurzem haben wir noch ein Unglück gehabt, welches nicht direkt unseres Tierheim betrifft doch die Klinik von Ljudmila Ivanovna die die Svetlana über alle diese Jahre unterstützt hat. Wegen der mangelhaften Stromversorgungs Sicherheit ist in der Klinik ein Feuer ausgebrochen und hat alles vernichtet. Gott sei Dank befanden sich keine Tiere auf der Pflegestelle in der Klinik. Die Svetlana holte am Tag davor dort einen Kater ab, der bei denen Unterschlupf gefunden hat. Der Kater bekam den Namen Lucky. Doch viele Tiere haben auch weniger Glück. Ein Schäferhund wurde bei Svetlana vor 3 Wochen abgegeben. Er lebte früher in einem warmen zu Hause. Doch die Menschen wollten den Hund nicht mehr haben. Da die Svetlana normaler Weise sich auskennt, welches Tier draußen leben kann und welches nicht, und weiß das die Schäferhunde mit der Kälte eigentlich klar kommen hat sie ihn in ein freies Zwinger hin getan. Doch der arme Hund hat einen Herzstillstand bekommen. Wir wissen nicht ob es an der Kälte gelegen ist, oder an dem Fakt das er seine Familie so vermisst hat. In der letzten Sekunde hat Svetlana geschafft zwei grosse Räume von insgesamt 90 m2 zu isolieren, und somit viele Hunde von dem Tod gerettet. Und so wie so jeder Raum der wenigstens etwas von der Kälte rettet beherbergt zu Zeit viele Tiere die sonst auch an die Kälte angepasst sind. Doch bei diesen Temperaturen sind auch die stärksten Tiere gefährdet.
Die neue Arbeiterin Vera hat vor nicht zur langer Zeit noch 5 Katzen aus ihrem Dorf mitgebracht. Die Katzen schrien von der Kälte und wollten zu ihrer Tochter nach Hause. Die Tochter wollte sie aber nicht rein lassen. So kamen die in den Tierheim. Die Svetlana kontrolliert täglich die Wettervorhersage, damit sie sich auf das Schlimmste gefasst werden kann und betet das die Temperaturen bald sinken. Doch zur Zeit ist die Kälte einfach stabil. Wegen der Kälte sterben oft die Welpen. In der letzten Zeit aber ist nur der Schäferhund gestorben, eine andere ältere Hündin und ein Kater der schon mit einer sehr schlimmen Erkältung abgegeben wurde. Die Svetlana versucht in dieser Zeit die Tiere so gut es geht zu füttern damit sie sich wenigstens den Winterspeck anlegen können. Die Katzen bekommen täglich noch zusätzlich Reisbrei mit Hühnerfleisch. Die Hundewelpen und alten Tiere bekommen den Trockenmilch von den Bluemooners in den Brei gemischt, den sie uns so fleißig aus Deutschland rüber senden. Auch ist die Svetlana gegen die Pest vorbereitet und hat einen Serum besorgt den sie vielen Tieren gespritzt hat. Vor kurzem wurde ein ganz kleiner Pekinese Welpe einfach vor dem Tierheim entsorgt. Die Svetlana wollte ihm unbedingt einen schönen Platz in Deutschland finden. Doch auch er wurde leider ein Opfer der Pest und ist vor kurzem gestorben.
Die Svetlana bekommt sehr oft Anrufe aus der Stadt. Vor kurzem hat eine Baufirma aus der Stadt angerufen. Sie bauten einen Jahr ein Haus. Und nahmen bei sich eine Hündin auf, die das Baugebiet über die Nacht beschützte. Jetzt ist das Haus fertig, die Hündin ist nicht mehr im Gebrauch und ausserdem hat sie 6 Welpen bekommen. Wenn die Svetlana sie nicht abholen kommt, dann werden sie diese vergiften. Die Svetlana eine Frau von 67 fuhr mit ihrem Auto hin und hat zwei Stunden die Hündin gesucht. Jetzt gab man der kleinen Familie einen Plätzchen im Warmen in dem Tierheim.

Herzliche Grüße von Daria.

Neues von Svetlana - 03.05.2016



Liebe Tierfreunde,
es hat etwas gedauert bis wir wieder über das Tierheim berichten können. Alle Vereinsmitglieder haben leider auch noch das eigene Leben und Arbeit zu führen. Wir entschuldigen uns dafür. Bitte macht euch keine Sorgen um unsere Homepage die muss nur verlängert werden. Wir sind dabei es zu machen.Nun zu dem Tierheim. Endlich wird es etwas wärmer in Sibirien.
Wir haben über kleine Erfolge zu berichten. Vor kurzem hat eine Spenderin von den Bluemooners uns einen großen Betrag für die Stromversorgung gespendet.Denn zur Zeit beträgt die Stromspannung im Tierheim 15 KV, was für nichts ausreicht. Das ist die Spannung, die vielleicht ein Familienhaus verbrauchen könnte. Aber wir reden hier von einem riesen Tierheim. Ständig ist bis jetzt der Strom ausgefallen. Und um das Tierheim überhaupt weiter zu verbessern und andere Lichtquellen anzubringen war bis jetzt immer nur ein Traum gewesen. Die Svetlana stellte einen Antrag für höhere Spannung in der städtlichen Elektrizitätsfirma in Abakan. Und bekam einen Kostenvorschlag von 10000 Euro. Nur durch einen gut zusammengestellten wiederholten Brief mit der Bitte den Kostenpunkt für gemeinnützige Zwecke zu reduzieren, bekam sie einen Nachlass und musste 4733 Euro bezahlen. Der Vertrag wird nun unterschrieben, das Geld ist schon bezahlt. Die Stromspannung wird dieses Jahr auf 40 KV umgestellt. Danach erträumen wir uns auch im neuen Katzenhaus das jetzt auch Türen und Fenster hat eine Strominstalation zu machen, und eine Heizung. So das alle Bedürfnisse der Tiere und Menschen gedeckt werden können. Wir müssen einen Heizofen kaufen, Röhre die das ganze Haus beheizen werden.
Desweiteren bleibt immer noch das Problem, das wegen Platzmangel viele schwache Tiere von den großen Tieren gemobbt werden. So kam es leider schon oft zu Todesfällen im Tierheim. Neue Zwinger müssen her. Der Kostenpunkt hier beträgt 2500 Euro.
Ansonsten aber macht die Svetlana und ihre Arbeiter das Beste aus der leider so traurigen Situation in Russland. Jedes Mal sagt sie mir am Telefon wie glücklich sie ist, dass sie uns hat. Das gibt ihr Kraft und das Gefühl nicht alleine gegen dieses Tierelend zu kämpfen.

Bis die Homepage wieder aktiv ist. Könnt ihr alle Bankverbindungen hier finden:
BANKVERBINDUNG FÜR SPENDEN IN DER SCHWEIZ:
Migros Bank AG, Postfach, 8010 Zürich
Clearing.8401
Konto-Inhaber: Das letzte siebte Leben, 8051 Zürich
IBAN: CH91 0840 1000 0538 0069 9
Postkonto: 80-533-6

Bankverindung für Spenden in Deutschland:
Konto-Inhaber: Das letzte siebte Leben.
Konto-Nr: 948512704
Bankleitzahl: 60010070
Postbank Stuttgart
IBAN: DE32 6001 0070 0948 5127 04
BIC: PBNKDEFF

Anfang Oktober ist es soweit in Sibirien: Schnee und Kälte



Liebe Tierfreunde,
Das ganze Jahr waren wir relativ ruhig und durften Dank toller Spender bei unserer Svetlana im tiefsten Sibirien sehr viel voran bringen. Auch der Besuch im Juli war voll mit positiven Eindrücken über die Fortschritte und trotzdem voller Sorgen und Ängste vor dem nächsten Winter und den enormen Kosten, die so viele schutzsuchende Fellnasen verursachen!

Zuerst das Positive verbunden mit herzlichem Dank an die wundervollen Spender, die uns seit unendlichen Jahren die Treue halten.

Das ganze Tierheim hat fachmännisch verlegten Strom und für das grosse neue Katzenhaus mit angeschlossener Klinik sogar eine richtige, echte Heizung! Das Licht auf dem ganzen Gelände bringt in der langen, dunklen und sehr kalten Jahreszeit viel Schutz für die Tierchen und Svetlana. Eine riesen Erleichterung!

Es wurde geimpft und kastriert was das Zeug hält! Enorm wichtig für den grossen Bestand an Fellis, zu denen täglich neue dazu sto&slig;en.

Nun kommt das große Problem. Wir wollten gerne für den kommenden Winter mehr Gebäude mit einer weiteren, brandsicheren und gefahrlosen Heizung ausstatten. Ein Teil der Arbeiten ist bereits erledigt - aber bei den hohen laufenden Kosten hat uns der Schnee und die Kälte überrascht, dass Geld ist alle und Rechnungen offen....... Die Leitungen wären gelegt.....

Allerdings lassen uns der enorm dringend benötigte Futterkauf, der Lohn der Arbeiter sowie die Kosten der Impfstoffe verzweifeln. Die Auflistung der Zahlungen, die uns Daria geschickt hat:
  • Staupeimpfstoff Globfel Kostenpunkt Ca. 100000 Rubel, das sind 1372 Euro.
  • Große Lieferung von Hundefutter Dilli. Kostenpunkt 600000 Rubel, das sind 8000 Euro
  • In der zweiten Hälfte des Tierheims muss die gleiche Prozedur der Heizöfen gemacht werden wie im Katzenhaus. Der Heizofen muss einbetoniert werden. Röhren müssen angelegt werden. Dieses eine Heizofen wird Wärme für 7 Häuser liefern. Kostenpunkt Ca: 300000 Rubel, das sind 4160 Euro.
  • Außenfassade mit Isolierung des Katzenhauses so wie der neuen Klinik, so wie Quarantäne Räume für Innen. 600000 Rubel, das sind 8000 Euro.
  • Katzenfutter Einkauf Trockenfutter sowie Brei und Frischfleisch. 200000 Rubel, das sind 2744 Euro
  • Arbeiter Bezahlung: 240000 Rubel 3292 Euro.
Es eilt jetzt ganz ganz furchtbar, weil uns sonst die vernichtende Kälte einen großen Strich durch die Rechnung macht und das Leben der Fellis gefährden wird. Im Katzenhaus wird schon zusammen gekuschelt, dann ist es wärmer. Die Lehmöfen werden geheizt, bergen aber immer die Brandgefahr und bringen niemals die Wärme, die die Tiere über viele Monate eigentlich bräuchten.

Die vielen Welpen, älteren und schwachen Wuffels müssen auch jetzt schon in geheizte Räume umziehen. Sie würden sonst den Winter nicht überstehen!

Ohne Eure Hilfe können wir nicht helfen, bitte lasst die Frostfellchen am Ende der Welt nicht im Stich!

Herzliche aber bange Wuffmiaugrüsse voller Hoffnung

Birgitta & Regine

| Seite vor | Erste Seite -|- Letzte Seite | Seite weiter |